OLG Frankfurt: 1.000 € Schadensersatz wegen verpflichtender Wahl der Anrede
Mittwoch, 29. Juni 2022

OLG Frankfurt: 1.000 € Schadensersatz wegen verpflichtender Wahl der Anrede

Die Auswahl der Anrede im Bestellprozess eines Online-Shops ist häufig als Pflichtfeld gekennzeichnet. Nun hat das Oberlandesgericht Frankfurt a.M. (Urteil vom 21. Juni 2022 - 9 U 92/20) entschieden, dass eine solche verpflichtende Auswahl zwischen der Anrede "Herr" und "Frau" im Registrierungs- bzw. Bestellprozess das allgemeine Persönlichkeitsrecht von Personen mit nicht-binärer Geschlechtsidentität und das Diskriminierungsverbot des allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) verletzt. Dem Kläger sprach das Gericht eine Entschädigung in Höhe von 1.000 Euro zu.

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