PayPal drängt mit Checkout stärker in Dienstleistungsgeschäft
Sonntag, 1. Mai 2022

PayPal drängt mit Checkout stärker in Dienstleistungsgeschäft

Aus PayPal Plus wird PayPal Checkout: mit dem neuen PayPal Checkout will sich PayPal als Partner insbesondere für die Bedürfnisse kleinerer Online-Händler empfehlen. Der Fokus liegt auf der einfachen Anbindung ausländischer Zahlungsmethoden und einem PayPal-unabhängigen Kauf auf Rechnung.

Der Zahlungsdienstleister stärkt so sein Engagement als sogenannter Payment Service Provider und vergrößert das Angebot an Zahlungsarten aus einer Hand.

  • Über das bekannte PayPal Plus konnten Händler bisher die in Deutschland häufig genutzten Zahlungsarten PayPal, darunter den PayPal-eigenen Rechnungs- und Ratenkauf, Kreditkarte und Lastschrift, mit einer Integration anbieten.

  • Das neue PayPal Checkout löst dieses Angebot nun ab und ermöglicht sowohl Bestandskunden als auch neuen Händlerkunden ein breiteres Zahlungsartenportfolio (siehe unten).

Neue Zahlungsmethoden

Giropay und Sofort kommen als deutsche Zahlungsmethoden in PayPal Checkout hinzu.

Zudem ermöglicht PayPal Checkout die flexible Auswahl von lokalen ausländischen Zahlungsmethoden.

Shopbetreiber können nun aus elf verschiedenen Methoden wählen: iDeal (Niederlande), Bancontact (Belgien), eps (Österreich), My Bank (Italien), Przelewy24 und Blik (beide Polen), Trustly (Schweden/Deutschland), Mercado Pago (Argentinien/Lateinamerika), Satispay (Italien/Deutschland), Safety Pay (Südamerika) und Multibanco (Portugal).

Gebühren unverändert

Für die bereits über PayPal Plus genutzten Zahlungsmethoden bleiben die Kosten nach der Umstellung auf PayPal Checkout gleich, und auch die individuell vereinbarten Konditionen bleiben gültig. Für neu hinzukommende Zahlungsarten gelten die Gebühren von PayPal für alternative Zahlungsmethoden. Diese betragen standardmäßig 2,49 Prozent des Warenkorbwerts zuzüglich einer währungsabhängigen, festen Transaktionsgebühr. In Euro-Ländern sind dies 0,35 Euro, für Polen beispielsweise 1,35 Zloty, umgerechnet 0,29 Euro.

Neuer Rechnungskauf

Im Angebot neu ist ein Kauf auf Rechnung, der auch Nicht-PayPal-Kunden zur Verfügung steht. Hierfür hat sich PayPal den Rechnungskauf-Spezialisten Ratepay ins Boot geholt. Der Höchstbetrag liegt bei 2.500 Euro, das Zahlungsziel beträgt ebenfalls 30 Tage. Der Händler erhält sein Geld sofort.

Anders als beim PayPal-eigenen Rechnungskauf muss der Kunde die Rechnung innerhalb dieser Frist selbstständig begleichen. Bei der PayPal-Option “Bezahlen in 30 Tagen” wird der Betrag nach 30 Tagen automatisch per Lastschrift vom Bankkonto des Nutzers eingezogen. Daher ist dieses Angebot auch nur für PayPal-Nutzer verfügbar. Der Höchstbetrag liegt bei 1.000 Euro.

Zahlpause mit “Später zahlen”

PayPal bündelt seine “Jetzt kaufen, später bezahlen”-Optionen unter dem Extra-Button “Später bezahlen”. Händler können dies nun direkt in ihre Produktdetailseiten integrieren, um ihre Kunden auf die Möglichkeit eines Zahlungsaufschubs oder Zahlpause aufmerksam zu machen. Die Ratenzahlung in 3, 6, 12 oder 24 Monatsraten ist ebenfalls mit dem Button verknüpft.

Tieferer Einstieg ins Servicegeschäft

Durch das erweiterte “Checkout”-Angebot dringt PayPal tiefer in das Marktsegment der Zahlungsdienstleister ein, die es Händlern ermöglichen, verschiedene Zahlungsarten einfach zu integrieren.Einen ersten Schritt in diese Richtung machte das Unternehmen 2015 mit der Einführung von PayPal Plus. Damit profitiert PayPal nicht nur von den Transaktionsgebühren für PayPal-Zahlungen, sondern auch für Zahlungen per Kreditkarte und Lastschrift. Zugleich versucht der Zahlungsdienstleister, kleinere und mittlere Händler mit einem Rundum-Sorglos-Paket stärker zu binden – es gibt nur eine einheitliche Transaktionsgebühr, ein Konto, einen Vertragspartner.

“Wir haben unser Angebot in den vergangenen Jahren stark ausgebaut”, sagt Jörg Kablitz, Geschäftsführer von PayPal für die DACH-Region. “PayPal hat sich zu einem umfassenden Partner für kleine und mittlere Händler entwickelt. Ihnen bieten wir vielfältige Lösungen aus einer Hand, die weit über das Bezahlen hinausgehen und Händler über alle Vertriebskanäle hinweg unterstützen. PayPal Checkout ist ein weiterer Schritt in dieser Entwicklung.”

Derzeit hat PayPal 32 Millionen aktive Kunden in Deutschland. Darunter befinden sich neben Privatkunden auch Händlerkunden, die PayPal und PayPal-Produkte wie Zettle nutzen.

Zum Start von PayPal Checkout sind folgende regionale Zahlarten verfügbar:

Payment method Countries Currencies
Bancontact Belgium EURO
BLIK Poland PLN
Przelewy24 Poland PLN
eps Austria EURO
giropay Germany EURO
iDEAL Netherlands EURO
Multibanco Portugal EURO
MyBank Italy EURO
OXXO Mexico MXN
Sofort Austria Belgium Germany Spain Italy Netherlands United Kingdom EURO/GBP
Trustly Estonia Finnland Netherlands Sweden EURO/SKR

So wechseln Smartstore-Händler auf PayPal Checkout

PayPal Checkout wird ab Smartstore 5 unterstützt.

Sie als Smartstore-Händler, der PayPal Plus bis einschließlich Smartstore Version 4.2 verwendet, können demnächst auf die neue Smartstore Version 5 upgraden, PayPal Checkout ist bereits in dem Paypal-Plugin für Smartstore 5 integriert.

Sie müssen somit nichts weiter tun, als einfach Ihr Shopsystem auf Version 5 zu aktualisieren. Besonders komfortabel ist das für Shopbetreiber mit Smartstore Premium Flat oder Platinum Support: unser Supportteam aktualisiert den Shop für Sie! Smartstore 5 ist in Kürze, im 3. Quartal 2022, verfügbar.

Haben Sie Fragen zu “PayPal Checkout”? Oder möchten Sie uns Ihr Feedback senden? Dann erreichen Sie uns über das Kontaktformular, per E-Mail an info@smartstore.com oder telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 10 und 16 Uhr unter +49 231 5335 0.

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