Ship-from-Store, Click & Collect und Click & Meet - das ist flexibles eCommerce Fulfillment
Dienstag, 20. Juli 2021

Ship-from-Store, Click & Collect und Click & Meet - das ist flexibles eCommerce Fulfillment

Omnichannel-Retail-Strategie, ganz nach Ihren Vorstellungen. Lesen Sie hier, warum Sie als stationärer Händler “Ship from Store” nutzen sollten: Direktversand aus der Filiale an den Online-Besteller.

Während Amazon und Zalando standardmäßig die Lieferung am selben oder nächsten Tag einführen, versuchen andere Marken, die Wartezeit für Verbraucher zu verkürzen. Einzelhändler wie Zara und Target haben bereits mit dem Versand ab Ladengeschäft begonnen. Sportartikel-Hersteller Nike testet in Zusammenarbeit mit Zalando den Direktversand aus seinen Berliner Filialen ab diesem Jahr.

Was bedeutet der Versand für mich als lokalen Händler?

Bei Ship from Store ist das Ladengeschäft das Versandzentrum. Der Fulfillment-Prozess ändert sich: Einzelhändler nutzen den Waren-Bestand in ihren Filialen, um Online-Bestellungen abzuwickeln. Die Bestellungen können von jedem beliebigen Kanal, zum Beispiel dem Online-Shop, kommen, da es sich um einen echten Omnichannel-Prozess handelt.

Diese Art der Auftragsabwicklung macht die Filiale zu einem virtuellen Distributionszentrum.

Der Versand aus der Filiale ist für Einzelhändler in vielerlei Hinsicht von Vorteil.

Erstens ist es ein effizienter Weg, den Warenbestand zu nutzen. Zum Beispiel könnte Ihr Hauptgeschäft in seinem Topseller-Sortiment ausverkauft sein und verliert so Verkaufschancen, während ein kleineres Geschäft einen schwer zu verkaufenden Restposten bewältigen muss und Platz für spannende Ware fehlt.

Anstatt mit Rabatten zu arbeiten, können Einzelhändler Umsätze zu Normalpreis maximieren. Ganz naheliegend: indem sie Bestände per Ship from Store zur Erfüllung von Online-Bestellungen nutzen.

Mit einem System zur Verwaltung des Warenbestands können Händler “vergriffene” Produkte verhindern: Nur weil ein Artikel im Lager nicht verfügbar ist, kann er an einer Stange im Geschäft hängen, eine Schaufensterpuppe schmücken oder als Retoure in ein Geschäft zurückgebracht sein und so trotzdem in irgendeiner Form für Verkäufe bereitstehen. Weitere Umsätze, die ohne dieses Informationssystem verlorengegangen wären.

Ladenbestände für Online-Bestellungen, die in Distributionszentren nicht vorrätig sind, führen zu sofortigen Umsatzsteigerungen von 10 bis 20 Prozent, da mehr Bestand zum Verkauf zur Verfügung steht.

Gleichzeitig sinken die Versandkosten für den Einzelhändler, da Sendungen aus dem Lager drastisch zurückgehen. Kurzum: Die Filiale muss ein wichtiger Bestandteil der Omnichannel-Prozesse von Einzelhändlern werden. Ship from Store kann den Umsatz spürbar steigern.

Diese Punkte müssen Sie beachten, damit Ihre Ship from Store-Strategie aufgeht.

  1. Stellen Sie sicher, dass geeignete Prozesse für den Versand aus den am besten geeigneten Filialen gelebt werden. Die Warenverfügbarkeit muss in den beliebtesten und profitabelsten Filialen aufrechterhalten werden.

  2. Die Mehrbelastung der Filiale muss begrenzt werden. Stellen Sie sicher, dass Mitarbeiter effektiv geschult und bereit sind, den Aufwand an Kommissionierung, Verpackung und Versand zu bewältigen.

  3. Stellen Sie sicher, dass die Filialen “Ship from Store” als eine positive Veränderung und nicht als ein Hindernis empfinden. Es müssen daher Verfahren vorhanden sein, die sicherstellen, dass Kommissionierung, Verpackung und Versand des Inventars für Verkaufsprovisionen gutgeschrieben werden. Schaffen Sie außerdem Anreize für die Mitarbeiter in den Filialen, die Versandziele der neuen Omnichannel-Kultur zu erreichen.

  4. Damit Ship from Store optimal funktioniert, benötigen Einzelhändler eine 100%ige Echtzeit-Transparenz ihres gesamten Bestands über alle Kanäle hinweg. SOMS, als Omnichannel-Lösung, gibt Ihnen diese entscheidende Sichtbarkeit.

  5. Verbraucher erwarten kostenlose und einfache Retouren, und wenn ihnen Ihre Retourenpolitik als Einzelhändler nicht gefällt, werden sie in Zukunft woanders kaufen. Legen Sie fest, ob Bestellungen, die von Ihrer Filiale geliefert wurden, persönlich zurückgegeben und/oder per Paketdienst an Filialen und Vertriebszentren geschickt werden können.

Fazit: Online-Shopping wird auch nach der Pandemie bleiben. Für eine erfolgreiche Ship-from-Store-Strategie ist die richtige technische Umsetzung von entscheidender Bedeutung. Doch gerade kleine und mittelständische Unternehmen schrecken noch davor zurück. Veränderungen jeglicher Art erfordern Mut, eine gut durchdachte Strategie und einen kompetenten Dienstleister.

Vielen Unternehmen fehlt zunächst das technische Know-how oder vermeintlich die Zeit, sich dieses anzueignen. Eine “fits-for-all”-Lösung gibt es nicht, denn jedes Unternehmen hat seine individuellen Eigenschaften, die es ihm ermöglichen, sich unterschiedlich gewinnbringend zu positionieren. Auch hier sollte die Digitalisierung als Chance gesehen werden, die es zu ergreifen gilt.

Die Investition lohnt sich, denn die Konsumenten werden nach der Pandemie nicht unbedingt auf den stationären Laden zurückgreifen, sondern weiterhin Vorteile des Online-Shoppings nutzen. Um Aufmerksamkeit potenzieller Kunden auch in analoger Form zu gewinnen, gehört eine digitale Strategie längst zum Alltag. Die Verknüpfung analog/digital ist daher ein logischer Schritt, erst recht in einer Pandemie, die keinen persönlichen Kundenkontakt zulässt.

Haben Sie noch Fragen zum Thema „Ship from Store“ oder möchten Sie uns ein Feedback geben? Sie erreichen uns über das Kontaktformular, per E-Mail an info@smartstore.com oder telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 10 und 16 Uhr unter der Telefonnummer +49 231 5335 0.

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