Feature Talk: Smartstore MegaSearch „Finden statt suchen“
Montag, 27. Januar 2020

Feature Talk: Smartstore MegaSearch „Finden statt suchen“

Bei Online-Shops mit einer hohen Sortimentspalette und großen Produkttiefe stößt die mitgelieferte Suche eines Shopsystems allerdings häufig an ihre Grenzen. Der Schlüssel zum Erfolg ist daher eine funktionierende, schnelle und intelligente Suche.

Doch die Erfahrung zeigt: Kunden, die den gewünschten Artikel nicht in kurzer Zeit und ohne größeren Aufwand finden können, verlassen die Seite bzw. wechseln zu einem anderen Onlineshop und Anbieter. Kurzum: Sie sind weg und kommen erwartungsgemäß erst einmal nicht wieder. Auch schlecht sortierte Artikel, zu lange Lade- und Wartezeiten oder auch sog. „false positives“ (d.h. unerwünschte, falsche Treffer) vermiesen potentiellen Kunden die Kauflaune. 

Eine gute und erfolgreiche Onlineshop-Suche sollte daher vor allem intelligent, fehlertolerant und performant sein, um schnell und auf den Punkt die richtigen Produkte liefern. Darüber hinaus sollte sie aber auch so mutig und intuitiv sein, die Ergebnisse herauszufiltern, die eben nicht hilfreich oder gewünscht sind.

Die Features „MegaSearch“ und „MegaSearch Plus“ machen genau dies möglich: Die dahinterstehende Technologie stammt von Lucene – und das Ergebnis? Eine blitzschnelle und wirklich funktionierende Volltextsuche aus Millionen von Produkten. Oder: einfach schneller finden, was man sucht. 

Der riesige Vorteil ist, dass „MegaSearch“ ohne fixes Schema arbeitet. Dadurch verlieren Sie keine Zeit durch den Aufbau eines Suchindex. Dennoch bietet Ihnen das Mapping die praktische Option, selbst Einfluss auf die individuelle Daten-Speicherung zu nehmen. 

„MegaSearch“ bringt automatisch alle notwendigen Funktionen für eine Professionelle-Suche mit:

  • Automatische Rechtschreibkorrektur
  • Intelligente Synonymsuche
  • Hilfreiche Facettensuche
  • Passende Suchvorschläge 

„MegaSearch“ ist aber noch viel mehr als „nur“ eine reine Suche. Warum? Ganz einfach: Das Plug-in ist aufgrund seiner Top Performance und Skalierbarkeit auch ideal als Grundlage für den Aufbau von Shop-Kategorien inkl. Filter geeignet und zudem für umfassende Datenmengen ausgelegt. 

Unser „MegaSearch“ und „MegaSearch Plus“ für Smartstore wurden entwickelt mit den Prämissen Qualität, Sicherheit und Skalierbarkeit. Dies wird durch den Einsatz umfangreichster automatisierter Testmechanismen (vor allem Unittests und Frontendtests) erreicht. Auf diese Weise können bestmögliche Updatefähigkeit und Integrierbarkeit gewährleistet werden. Die Suche wird dabei vollständig in Smartstore integriert und baut auf bereits vorhandene Features auf, was ein optimales Suchergebnis zur Folge hat! 

Um eine bestmögliche Performance zu gewährleisten, verwenden wir mit dem „MegaSearch“ und „MegaSearch Plus“ Plug-in aber „nicht nur“ die starke Lucene-Suche. Vielmehr wird das extrem skalierbare und leistungsfähige Plug-in als Index für die Produktkategorien bzw. für die Filternavigation sowie für die erfolgreiche Facettierung genutzt. 

Unser „MegaSearch“ und „MegaSearch Plus“ Plug-in bietet folgende Features:

  • Schnelle Integration ohne Customizing
  • 100% Integration mit den bekannten Smartstore Standards
  • Enorme Skalierbarkeit und Performance 
  • Filter und Facetten direkt aus dem „MegaSearch“ bzw. „MegaSearch Plus“ Plug-in
  • SEO-freundliche URLs beim Filtern
  • Fehlertolerante Suche mit Auto-Suggest
  • Google-Analytics-Integration
  • Intelligente und konfigurierbare Relevanzbewertung
  • Individuell erweiter- und adaptierbar

Ihre Vorteile durch den Einsatz von „MegaSearch“ und „MegaSearch Plus“

  • Optimierung der Conversion durch Top-Suchergebnisse
  • Signifikant erhöhte Performance
  • Stark verkürzte Time-to-Market
  • Ausgefeilte Facettierungsoptionen
  • Minimaler Konfigurationsaufwand
  • Verteilte Nutzung ohne Aufwand
  • Unmittelbar (!) bessere Suchtreffer
  • Bis zu ca. 10% bis 33% mehr Umsatz
  • Alles in einer Lösung
  • Umfassender Support

Smartstore MegaSearch – die State-of-the-Art Suchmaschinen-Technologie direkt vom Hersteller 

Entwickeln Sie mit der Smartstore MegaSearch das Suchen und Finden in Ihrem Shop zu einem performanten und erfolgreichen Vergnügen für Ihre Kunden. Somit lassen Sie Ihre Shop-Besucher besser finden statt lange suchen! 

Was bietet Ihnen MegaSearch? 

Die neue MegaSuche in Smartstore ist äußerst schnell, das bedeutet: Sogar mit Millionen von Datensätzen werden Ergebnisse und Vorschläge blitzschnell und präzise angezeigt. Bereits während der Eingabe des Suchbegriffes zeigt das Pop-up-Fenster unterhalb der Eingabezeile die relevanten Vorschläge und Ergebnisse zur aktuellen Suche.


Fuzzy Search / Phonetische Suche: Über die Funktion „Meinten Sie?“ werden Fuzzy Suchvorschläge geliefert. 

Beispielsweise versucht MegaSearch mit der Funktion „Meinten Sie?“ die Eingabe intelligent zu vervollständigen oder falls notwendig auch zu korrigieren.

Wenn das separate Plug-in „Suchprotokollierung“ ebenfalls installiert ist, erscheinen aus den bisherigen Suchanfragen passende Top-Suchbegriffe.


Zum Abschluss der Suche werden die Ergebnisse zudem noch nach Herstellern/Marken und Warengruppen gruppiert angezeigt. Mit nur einem Klick erscheinen dann nur relevante Ergebnisse von diesem Hersteller oder aus dieser Warengruppe.

Eine zuverlässige, schnelle und intelligente Suche zählt zu den wichtigsten Erfolgsrezepten für Ihren Onlineshop! Nicht nur von der Optik und der Handhabung her erinnert die Smartstore 3 MegaSearch an Amazon, einen der weltweit erfolgreichsten Onlinemärkte. Mit der klugen und robusten Hochperformance-Suchmaschine für Ihren Produktkatalog stellen Sie somit sicher, dass die Kunden Ihren Onlineshop lieben werden und die gesuchten Produkte einfach, schnell und treffsicher finden – und gerne auswählen und kaufen werden.

Wir bieten Ihnen „MegaSearch“ ab der „Professional Edition“ und „MegaSearch Plus“ ab der „Premium Edition“ und der „Enterprise Edition“ an. 

„MegaSearch“ Features Liste:

  • Volltext-Suche (Pop-up-Fenster) nach Artikeln 
  • Fuzzy Search / Phonetische Suche: Über die intelligente Funktion „Meinten Sie?“ werden Fuzzy Suchvorschläge geliefert
  • Extrem performant, auch für Millionen von Onlineshop-Artikeldaten einsetzbar
  • Onlineshop Kategorie-Navigation ist über die Suche möglich (dadurch Suchfilter in allen Kategorien verfügbar, siehe Demo-Shop http://demo.smartstore.com/frontend/ 
  • Filterung von Suchergebnissen nach Warengruppen inklusive
  • Umfassende Konfigurationsmöglichkeiten für Indizes usw. (z.B. versch. „Analyzer“, unterschiedliche „Query“-Komponenten, Filter, usw.)
  • Umfangreiches Caching
  • Automatischer Index-Update per Task. Intervall beliebig konfigurierbar
  • Umfangreiche Such-Syntax. Rechtschreibkorrektur, („Meinten Sie?“ / „Did you mean?“): Beispiel: Lep-Top schlägt Laptop vor
  • Intelligente Auto-Vervollständigung: Samsung schlägt Samsung Galaxy S7 Edge vor
  • Suche in diversen Warengruppen: Waschmaschine schlägt Waschmaschinen in Haushaltselektronik vor
  • Marken-Suche: Waschmaschine schlägt Waschmaschinen von Bosch vor
  • Top-Suchbegriffe: iphone schlägt iPhone 7 plus Silber vor (setzt das SearchLog-Plugin voraus)
  • Beliebige Sortierung der Suchergebnisse
  • Steuerbare Gewichtung von Suchfeldern. Dadurch Beeinflussung der Reihenfolge von Suchtreffern möglich
  • SEO En-/Decoder, ebenso für Filter in Form von URL-Alias
  • Umfangreiche Statistik über Conversions und Suchanfragen, mittels Suchprotokollierungs-Plugin
  • Erweiterbare Liste von Abkürzungen, um mehr Suchtreffer zu erzielen. Beispiel: „36cm“ findet „36 cm“
  • Erweiterbare Liste von Synonymen um effektiv mehr Suchtreffer zu erzielen. Beispiel: „Laptop“ findet „Notebook“
  • „compound words“: Erweiterbare Liste von zusammengesetzten Wörtern, um noch mehr Suchtreffer zu erzielen. Beispiel: „Brille“ findet „Sportsonnenbrillenetui“ (ca. 63.000 compound words im Lieferumfang enthalten) 

„MegaSearch Plus“ Features Liste:

  • Mehrsprachigkeit: OHNE „MegaSearch Plus“ werden nur Texte der Standardsprache durchsucht
  • MultiStore: OHNE „MegaSearch Plus“ werden Produkteinschränkungen für Multistores und für Kundengruppen nicht berücksichtigt
  • Attribute: Beliebige Spezifikations-Attribute und Varianten lassen sich für die Facetten-Suche definieren. Facetten-Suche: Auf Basis von Attributen-Suchergebnissen können Sie zudem intelligent einschränken/filtern (Drilldown)
  • Facettierung nach Attributen: OHNE „MegaSearch Plus“ ist eine Filterung bzw. Facettierung nach Attributen nicht möglich
Praxistipps zur Conversion Optimierung mit Facettensuche und Filternavigation

Kunden sollen bei der Produktsuche und -auswahl bestmöglich unterstützt werden: Dafür ist die Filternavigation und Facettensuche in Verbindung mit „MegaSearch“ und „MegaSearch Plus“ ein wichtiges interaktives Instrument. Hier erfahren Sie einige praktische Aspekte und Tipps zur Optimierung der Suchfunktion in Smartstore.

Ab einer bestimmten Sortimentsgröße sind Facettensuche und Filternavigation dazu geeignet, um den Kunden die gezielte Suche und Produktauswahl zu erleichtern. Wichtig hierbei ist, dass diese Elemente einen echten Mehrwert bieten und die Auswahl nicht unnötig erschweren oder kompliziert machen, z.B. durch unnötige Elemente. 

Kurz gesagt: Das Ziel lautet, die Produktauswahl durch die Navigationshilfe intelligent einzuschränken, um zu den relevanten Produkten zu führen und die passenden Suchergebnisse zu liefern.

Einige Hintergrundinfos:

1) Worin liegt der Unterschied zwischen Filternavigation, Facettensuche (facetted search) und Unternavigation (drilldown)?


Erarbeitung eines Visualisierungs- und Interaktionskonzeptes auf Basis einer Facettenklassifikation der TU-Dresden. 
(Christian Röpke, Belegarbeit aus 15.06.2011)

Die genannten drei Navigationsarten kommen häufig auf Kategorie-Seiten (in der Produktübersicht) zur Anwendung. Es muss dabei aber nicht zwangsläufig nur eine dieser interaktiven Instrumente verwendet werden. Genauso gut kann eine Kombination sinnvoll sein. Während die Unternavigation meistens in der linken Spalte zu finden ist, können Filternavigation und Facettensuche z.B. oben über den Produkten oder auch links (unter der Unternavigation) platziert werden. Am rechten Bildschirmrand werden und sollten sie eher nicht angeordnet werden, da sie dort für die User eher ungewohnt erscheinen.

Eine Facettensuche bezeichnet die Einschränkung der Auswahl nach unterschiedlichen Merkmalen, Eigenschaften oder Werten. Hier handelt es sich also um eine sukzessive (nach und nach) Filterung, die parallel stattfindet und auf dem sog. Flamenco-Modell basiert.


Klassische Filternavigation oder Facettensuche?

Die klassische Filternavigation ermöglicht auch die Einschränkung von Eigenschaften. Diese basieren aber nur auf einer Dimension und können daher nicht zeitgleich eingesetzt werden. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird heute die Facettensuche häufig auch mit der Filternavigation gleichgesetzt.

Unternavigation

Die Unternavigation ist (im Englischen: „drilldown“) eine Einschränkung nach einem festen Kriterium, das nicht kombiniert werden kann. Diese Art wird am häufigsten für Unterkategorien genutzt. Hier führt sie den Suchenden baumartig immer weiter bis zur gewünschten Granularität.

Wann wird Unternavigation eingesetzt? Wann ist eine Facettensuche für die Auswahl mehrerer Eigenschaften sinnvoll? Das hängt vom Kontext ab. Dem Kunden sollte es z.B. möglich sein, nicht nur EINE Marke („drilldown“), sondern auch mehrere Marken („Mehrfachauswahl“) auswählen zu können.



Letztendlich hat die Navigationsart nicht nur Einfluss auf die Produktauswahl, sondern auch auf technische Aspekte, wie z.B. die Suchmaschinen-Freundlichkeit. So hat eine Unternavigation häufig einen Seitenwechsel zur Folge – d.h. es öffnet sich eine eigenständige URL – und beinhaltet bei gleichen Produkten daher die Gefahr von „Duplicate Content“ (doch hier sind entsprechende Gegenmaßnahmen möglich!). Wenn die Filternavigation oder Facettensuche optimal eingesetzt wird, dann besteht diese Gefahr nicht. 

    2) Für welche Sortimente und ab welcher Sortimentsgröße ist welche Navigation geeignet?

    Wenn das Sortiment eine relativ überschaubare Größe hat und Ihre Kunden sich auch ohne Einschränkung einen guten Überblick über die Produkte verschaffen können, macht eine zusätzliche Filterung / Facettierung kaum Sinn. Ganz im Gegenteil: Eine solche könnte die Produktauswahl und Anwenderfreundlichkeit sogar unnötig beeinträchtigen. Eine mögliche Orientierungsgröße könnte z. B. Produktkategorie > 50 Produkte sein. Oder anders gesagt: wenn mehrere Seiten durchblättert werden müssen, um die einzelnen Produkte zu vergleichen.

    Bei Sortimenten, wo die Produkte auf mehr als einer Dimension basieren und die Menge eine kritische Masse überschreitet, sollte durch eine Facettensuche oder Filternavigation den Kunden die Einschränkung der Produkteigenschaften ermöglicht werden.

    Hier zwei Beispiele für derartige Sortimente:

        • Mode, hier spielen neben der Art des Produktes auch noch Größe, Farbe, Material und Preis eine Roll
        • Elektronik, denn hier können sehr unterschiedliche Attribute vorhanden sein (Funktionsumfang, Preis etc.) und sollten daher eingeschränkt werden können
        Wie sollte eine Filternavigation / Facettensuche aufgebaut sein?

        Bei der Planung sind folgende vier Aspekte zu betrachten und beachten:

        1. Struktur und Inhalt 

        Die zentrale Frage lautet: Welche Attribute sind sinnvoll? 

        Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, die relevanten Attribute festzulegen. Die Befragung der Kunden (oder auch der Produktmanager), mentale Modelle oder Anwendungsfälle zusammen mit realen Kundensituationen (z. B. durch Personas) sind hier ggfs. sinnvolle Herangehensweisen. Wichtig und erfolgsentscheidend dabei ist, aus Sicht des Kunden zu denken und dessen Denk- und Ordnungsstruktur anzuwenden.

        Ganz ähnlich wie bei den Mega-Dropdowns (MegaMenu) sind bei der inhaltlichen Strukturierung folgende Aspekte wichtig:

        • Gruppierung: (die möglichst sinnvolle) Zusammenfassung von Eigenschaften,
        • Reihenfolge: Attribute für den Kunden in eine relevante Reihenfolge bringen (dabei die Ordnungsstruktur des Kunden berücksichtigen!),
        • Balance: Gruppen von Optionen sollten nicht zu klein und nicht zu groß sein – denn zu viele Eigenschaften können auf den ersten Blick überfordern, abschrecken und unübersichtlich wirken, sowie
        • Redundanz: keine unnötige Wiederholung von Gruppierungen oder Eigenschaften.

        Um den Faktor „Balance“ auch bei vielen Facetten beibehalten zu können, ist es eine gute Idee, stets eine definierte Zahl von z.B. max. 5 oder 10 Optionen anzuzeigen. Der Rest kann durch „-> mehr“ angezeigt werden. Aber auch das Ausblenden von weniger relevanten Filtergruppen kann zu mehr Klarheit und einer leichteren Erfassbarkeit beitragen. In diesem Fall sollte allerdings zumindest die erste Filtergruppe schon „ausgeklappt“ sein, damit der Kunden die Funktionalität und das Vorhandensein weiterer Filtereigenschaften erkennen kann.

        Aus technischer Sicht müssen sich die Attribute mit den Produkten verknüpfen lassen können, so dass die Datenbank mit relevanten Produkteigenschaften angereichert werden kann.

        2. Art und Positionierung

        Wo sollte die Filterung platziert werden? Das lässt sich pauschal nicht so leicht beantworten. Die Platzierung auf der linken Seite hat für die Kunden die höchste Erwartungskonformität. Dies wird dicht gefolgt von „oben“, was dafür – eine entsprechende Inszenierung vorausgesetzt – auffälliger sein kann, da links oftmals die Unternavigation erwartet wird. Eine Kombination ist ebenso denkbar und kann manchmal durchaus sinnvoll sein (sofern dadurch keine unnötigen Doppelungen du Überschneidungen entstehen). Die Positionierung rechts ist jedenfalls hierzulande, wie schon gesagt, eher ungewöhnlich. 


        Gegen eine Platzierung oben könnte bei der Facettensuche die Menge der möglichen Eigenschaften sprechen. Wenn diese eine kritische Masse überschreitet, besteht die Gefahr, dass die Facettensuche zu hoch/groß wird und dann nicht mehr alle Produkte sichtbar sind. Das lässt sich allerdings auch mit dynamischen Elementen (z. B. durch Navigationselemente „mehr / weniger anzeigen“) in einem gewissen Maße ausgleichen.

        3. Das Layout, die Gestaltung und Eingabefelder

        Auch beim Layout und Design ist die optische Trennung, ähnlich wie bei den Dropdowns, ein wichtiges Gestaltungselement. Entscheidend ist hier auf der einen Seite, die Filternavigation oder Facettensuche von der Unternavigation (sofern vorhanden) optisch abzuheben.

        Auf der anderen Seite sollten auch die gruppierten Eigenschaften in entsprechender Weise optisch voneinander getrennt sein, damit hier das schnelle und intuitive Erfassen der Eigenschaftsgruppen erleichtert wird („scannability“). Auch der Titel der Filtergruppe sollte sich eindeutig von den Filtereigenschaften abheben.

        Für die Gestaltung gilt wie so oft in diesem Kontext: Weniger ist mehr. Der Kunde sollte stets auf bekannte und vertraute Mechanismen zurückgreifen können. Ein Beispiel hierfür ist die Verwendung von Checkboxen anstatt selbst gestalteter Elemente mit unterschiedlichen (unbekannten) Zustandsdarstellungen.

        Hier zwei positive Beispiele:

        • Farbauswahl-Elemente, wenn sie schon in der Darstellung die Farben beinhalten
        • Schieberegler, die eine entsprechend eindeutige Skala mit Pfeilen als Steuer-/ Markierungselemente haben.


        Bei dem zweiten Beispiel ist es wichtig, in welchem Kontext und Bereich sie eingesetzt werden. Wenn der Regler bei einer besonders niedrigen oder breiten Skala eingesetzt werden soll, können zwei Eingabefelder dem Kunden möglicherweise eher entgegenkommen. Dies sollte von Fall zu Fall unterschieden und am besten durch Nutzertests getestet werden.

        4. Wortwahl

        Die Wortwahl ist für den Erfolg der Filternavigation / Facettensuche an verschiedenen Stellen ausschlaggebend: Je umfangreicher die Sortimente sind, desto selbsterklärender bzw. einfacher sollte die Navigation auch aufgebaut sein.

        Hier gelten ebenso, analog zur Optimierung von Mega-Dropdowns (Mega Menu), die Standard-Regeln für das Schreiben für das Internet bzw. „writing for the web“:

        • So sollte stets mit dem Wort mit dem höchsten Informationsgehalt angefangen werden, um die Erfassbarkeit (sog. „scannability“) zu optimieren.
        • In der Regel sind kurze und konkrete Grundformen („Farbe“) in diesem Zusammenhang besser geeigent als Verlaufsformen oder auch Handlungsaufforderungen (z.B. „Farben auswählen“).
        • Beschriftungen sollten deutlich unterschieden werden und vor allem verständlich sein. Z.B. kann „Filter löschen“ anstatt „Filter zurücksetzen“, „Filter ändern“ oder „Filter aufheben“ den Kunden zusätzlich verunsichern.

        Wie sollte sich die Facettensuche / Filternavigation verhalten?

        Das Thema „User Experience“ spielt auch bei der Navigation eine sehr wichtige Rolle. In der Tat wird nach wie vor zu selten auf diese User Experience und den „Joy of Use“ dieser Funktionen Acht gegeben.

        Bei der „User Experience“ sollten diese vier Punkte berücksichtigt werden:

        1.) Geschwindigkeit

        Geschwindigkeit ist durch nichts zu ersetzen – nur durch... noch höhere Geschwindigkeit!

        Da ist schon was dran. Aber man sollte das doch nicht allzu wörtlich nehmen. Hier ist es sehr wichtig, dass das System dem Kunden vermittelt, dass die Aktivität der Webseite unmittelbar das Ergebnis seiner Handlung ist – also ursächlich nach dem Motto: „Aktion und Reaktion“.

        Denn ohne diese direkte Rückmeldung kann ansonsten das Gefühl des Kontrollverlustes entstehen.

        Die Darstellungs- und Reaktionsgeschwindigkeit eines Interfaces hat somit ganz großen Einfluss auf die User Experience und die Conversion Rate. Dies belegen auch zahlreiche Studien und Nutzerbefragungen belegen.

        Wie lässt sich eine hohe Geschwindigkeit erreichen?

        Die Antwort darauf würde deutlich den Rahmen sprengen. Im Endeffekt haben vor allem zwei systembedingte Faktoren Einfluss auf die Performance einer Facettensuche, Filterung, Unternavigation und selbstverständlich des gesamten Shopsystems:

        Backend, u.a. Datenbank, Server, Caching, Systemaufbau, uvm. sowie

        Frontend, u.a. Grafiken, Dokumentenstruktur, JavaScript, CSS und Caching.

        Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, dann gibt es noch:

        Asynchrone Anfragen (AJAX)

        Statt die Seite klassisch bei jeder Filterung mit einem neuen Ergebnis zu laden, sollte nur der aktualisierte Bereich verändert werden. Das ermöglicht nicht nur Vorteile hinsichtlich der Ladezeit, sondern kann auch aus Suchmaschinen-Sicht vorteilhaft sein.

        Prinzipiell wird dabei die Anfrage an das Shop-System nicht klassisch (also synchron als Formular), sondern per JavaScript abgesetzt. Dabei wird ein Zielbereich für das Ergebnis definiert, der nach der Antwort des Systems wiederum per JavaScript mit den Ergebniswerten überschrieben wird (z. B. Produktübersicht).

        Weil das dafür notwendige Datenaufkommen sowohl bei der Anfrage als auch bei der Antwort geringer ist und nicht die ganze Seite, sondern nur ein Teil neu geladen werden muss, kann schon alleine dadurch die Reaktion schneller sein.

        Lazy-Loading

        Diese Methode ermöglicht, dass die Inhalte „faul“ geladen werden – also nur der sichtbare Bereich der Seite. Der Rest wird danach oder im idealen Fall sogar erst dann geladen, wenn dieser auch benötigt wird.

        Diese Optimierung ist ebenfalls nur durch asynchrone Ladevorgänge (AJAX) und per JavaScript möglich. So lässt sich z.B. bei entsprechendem Scrollverhalten des Kunden erst ab einem definierten Schwellwert ein weiterer Teil Produktdaten (z. B. Bilder) laden.

        2.) Animationen und der Umgang mit Inhalten – Loading, Timing, Easing und Fading

        Nachdem nun sämtliche bekannten Buzzword *ing ausgepackt wurden: Wie lässt sich damit das Verhalten der Navigation und die User Experience beeinflussen?

        Zwei wichtige Aspekte einer guten User Experience sind hierbei, zum einen die Führung des Kunden und zum anderen die Nutzung der Steuerelemente mit einer gewissen Haptik („Greifbarkeit“) zu versehen:

        „Die Nutzung soll klar sein und Spaß machen.“

        Änderungen an der Seite sollten im direkten Zusammenhang mit einer Aktion und dabei nicht zufällig, sondern kontrolliert erfolgen.

        Oder anders gesagt: Sobald der Kunde einen Filter setzt oder entfernt, sollte das System durch das gezielte Ein- oder Ausblenden von Produkten reagieren.




        Damit das Ganze nicht „hektisch“ oder „ruckelig“ wirkt, sollten diese Änderungen dem Kunden gemäß dargestellt werden. Diese Beispiele können einen Einblick geben, welche Animationen sich in diesem Kontext anbieten:

        Produkte weich ein- bzw. ausblenden

        Hier sollte das Ausblenden etwas schneller als das Einblenden erfolgen. Der allgemeinen Erfahrung nach haben sich die Werte 450 ms für das Einblenden und 250 ms für das Ausblenden als Optimum herausgestellt.

        Scroll-Effekt für Erweiterung oder Reduzierung

        Bei dem Auf- oder Zuklappen von Filtergruppen empfiehlt es sich, diese durch einen Scroll-Effekt sichtbar zu machen. Dabei sollte eine entsprechende Übergangsfunktion (sog. Easing), z. B. eine EaseOutBack oder EaseOutQuad genutzt werden. 

        Schieberegler und Alternativen

        Die Schieberegler sollen sich entsprechend Drag & Drop auf der Skala verschieben lassen können. Im besten Fall sollten entsprechende Eingabefelder die aktuellen Werte in Echtzeit anzeigen. Diese Eingabefelder sollten sich umgekehrt mit Werten füllen lassen und die Schieberegler analog zur Eingabe bewegen. Hier bieten sich ebenfalls Übergangsfunktionen an.



        Änderungen ankündigen

        Geplante Änderungen können durch Ladeanimationen angekündigt werden. Somit kann der Fokus bereits auf die gewünschten Elemente gelenkt oder auch längere Ladevorgänge verpackt werden.

        Der Einsatz der „endlos drehenden Ladeanimationen“ ist beim Nachladen von Elementen seit einigen Jahren ein gängiges Element und spricht häufig für eine dynamische Seite.

        Dabei kann die Ladeanimation ein Platzhalter, z.B. für einzelne Produktbilder, sein oder auch die gesamte Filternavigation, Facettensuche oder die Produktübersicht überblendet und mit einer Ladeanimation versehen werden. Das bietet sich vor allem für asynchrone Ladevorgänge an.

        Blickrichtung vorgeben

        Aufgrund das gezielte bzw. priorisierte Einblenden von Inhalten kann der Blick auf gewisse Inhalte gelenkt und damit ein Fokus vorgegeben werden.

        Aber die Produkte werden in diesem Fall total ausgeblendet und fertig sortiert erneut eingeblendet. Doch leider ergibt sich dabei an mancher Stelle eine ziemlich lange Lücke, die nicht mit einer Ladeanimation gefüllt wurde.

        Das Wichtigste zum Schluss - Hochwertige Produktdaten sind der Treibstoff für Smartstore

        Neben der reinen Funktionalität benötigt eine leistungsfähige Produktsuche in Smartstore auch Produktdaten von hoher Qualität, um den Erwartungen der Käufer gerecht zu werden. Produktdaten sind quasi der Treibstoff für die in Smartstore integrierte Suchfunktion; diese müssen so aufbereitet sein, dass unsere Suchalgorithmen auch bei komplexen Suchanfragen optimale Ergebnisse liefern können. Um dies zu erreichen, raten wir unseren Kunden ihre Produktdaten für den Online-Verkauf aufzubereiten. Dies wird „Product Data Quality Management“ bezeichnet.

        Dafür gib es verschiedene Möglichkeiten, wir stellen Ihnen zwei vor: 

        Die Firma eCube hat ein Tool entwickelt, mit dem Sie Schwachstellen in Ihren Produktdaten identifizieren und für die Produktsuche sowie die optimale Darstellung der Produkte für Smartstore automatisiert aufbereitet. https://www.ecube.de/

        Die Firma Pimcore ist eine kostenlose Experience-Management-Plattform, die E-Commerce und Produktinformationsmanagement (PIM/MDM) miteinander verbindet. Ihre Daten können anschließend in Smartstore für die Produktsuche weiterverarbeitet werden. https://pimcore.com/

        Weitere Infos:

        Bereit loszulegen?
        Schreiben Sie uns oder probieren Sie Smartstore kostenlos aus. Vertrieb kontaktieren http://smartstore.com/de/kontakt 
        Ihr Kommentar

        Kommentare (1)

        G
        Gast | Vor 2 Monaten

        Wir betreiben einen Shop mit ca. einer Million Artikeln. Wir haben Magento 2 und Shopware 5 getestet beide Systeme lassen zu wünschen übrig.

        Mit Magento 2 erwies sich die Aufgabe als nicht ausreichend stabil in vielerlei Hinsicht. Es zeigte sich, dass man dies mit sehr viel Technik und Leistungsfähigkeit auf Server Ebene „totschlagen“ musste und die Ergebnisse trotzdem unbefriedigend waren. So musste ständig der Index neu geschrieben werden, etc. Darüber hinaus erwies sich die Programmierung als sehr komplex und deshalb kostenintensiv.

        Bei Shopware ist das auch nicht besser. Da Shopware im Grunde die Version 5 gerade begraben hat macht das ohnehin keinen Sinn in dieser weiter zu investieren.

        Mit Smartstore MegaSearch haben wir ohne irgendeine Investition unsererseits die Suche auf unter einer Sekunde, ohne auf einer Monstermaschine zurückgreifen zu müssen. Unser Hoster ist 1&1 und kostet 120€ in Monat. Was uns aber am meisten begeistert, die Suche ist von Haus aus in der Lage fehlertolerant genau die richtigen Produkte zu liefern. Auch die Automatische Rechtschreibkorrektur, oder die Intelligente Synonymsuche, und die Facettensuche für Passende Suchvorschläge sind sehr schnell.

        VG. Michael Schild