Bei Online-Shops mit einem umfangreichen Sortiment und einer großen Produkttiefe stößt die standardmäßig integrierte Suchfunktion vieler Shopsysteme oft an ihre Grenzen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt daher in einer leistungsstarken, schnellen und intelligenten Suchlösung.

Die Praxis zeigt: Finden Kunden den gewünschten Artikel nicht innerhalb kurzer Zeit und ohne großen Aufwand, verlassen sie die Seite und wechseln zu einem anderen Online-Shop. Kurz gesagt: Sie sind weg – und kommen in der Regel nicht so schnell zurück. Zudem mindern schlecht sortierte Artikel, lange Ladezeiten oder sogenannte „false positives“ – also unerwünschte oder falsche Treffer – die Kaufbereitschaft potenzieller Kunden erheblich.

Eine erfolgreiche Suchfunktion im Online-Shop sollte daher in erster Linie intelligent, fehlertolerant und leistungsstark sein, um relevante Produkte schnell und präzise anzuzeigen.

Die Features „MegaSearch“ und „MegaSearch Plus“ bieten genau diese Vorteile. Ihre Technologie basiert auf Lucene und ermöglicht eine blitzschnelle und zuverlässige Volltextsuche – selbst bei Millionen von Produkten. Das Ergebnis: Eine Suche, die wirklich funktioniert und Kunden schneller zum gewünschten Produkt führt.

Ein entscheidender Vorteil von „MegaSearch“ besteht darin, dass es ohne festes Schema arbeitet. Dadurch entfällt der zeitaufwendige Aufbau eines Suchindex. Gleichzeitig ermöglicht Ihnen das Mapping, die Speicherung Ihrer Daten gezielt zu steuern und individuell anzupassen. 

MegaSearch“ bietet alle wesentlichen Funktionen für eine professionelle Suchlösung:

  • Instantsuche (Search-As-You-Type)
  • Drill-Down Facettierung
  • Alternative Suchvorschläge ("Meinten Sie")
  • Suchfeldgewichtung
  • Umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten

„MegaSearch“ ist weit mehr als „nur“ eine Suchfunktion. Warum? Ganz einfach: Dank seiner außergewöhnlichen Performance und Skalierbarkeit eignet sich das Plug-in ideal als Grundlage für den Aufbau von Shop-Kategorien mit Filtermöglichkeiten und ist auch für große Datenmengen optimiert. 

Unsere „MegaSearch“- und „MegaSearch Plus“-Lösungen für Smartstore wurden mit den höchsten Ansprüchen an Qualität, Sicherheit und Skalierbarkeit entwickelt. Durch den Einsatz umfangreicher automatisierter Testmechanismen – insbesondere Unit- und Frontend-Tests – stellen wir eine optimale Updatefähigkeit und nahtlose Integration sicher. Die Suche ist vollständig in Smartstore eingebunden und baut auf bestehenden Funktionen auf, um präziseste Suchergebnisse zu gewährleisten.

Für maximale Performance setzen wir mit „MegaSearch“ und „MegaSearch Plus“ nicht nur auf die leistungsstarke Lucene-Suchtechnologie. Vielmehr fungiert das Plug-in als hochskalierbarer, effizienter Index für Produktkategorien und die Filter-Navigation und ermöglicht eine präzise Facettierung.„nicht nur“ die starke Lucene-Suche. Vielmehr wird das extrem skalierbare und leistungsfähige Plug-in als Index für die Produktkategorien bzw. für die Filternavigation sowie für die erfolgreiche Facettierung genutzt. 

Funktionen des „MegaSearch“- und „MegaSearch Plus“-Plug-ins:

  • Einfache und schnelle Integration ohne individuellen Anpassungsaufwand
  • 100% nahtlose Kompatibilität mit den Smartstore-Standards
  • Hohe Skalierbarkeit und überragende Performance
  • Leistungsfähige Filter- und Facettensteuerung direkt aus „MegaSearch“ bzw. „MegaSearch Plus“ heraus
  • SEO-optimierte URLs für Filterergebnisse
  • Fehlertolerante Suchfunktion mit Auto-Suggest
  • Integrierte Google-Analytics-Anbindung zur Analyse und Optimierung
  • Intelligente, individuell konfigurierbare Relevanzbewertung
  • Modular erweiterbar und flexibel anpassbar

Ihre Vorteile mit „MegaSearch“ und „MegaSearch Plus“:

  • Höhere Conversion-Rate durch erstklassige Suchergebnisse
  • Deutlich gesteigerte Performance
  • Erheblich verkürzte Time-to-Market
  • Hocheffiziente Facettierungsfunktionen für bessere Nutzerführung
  • Minimaler Aufwand für Konfiguration und Einrichtung
  • Einfache Skalierung auf mehrere Systeme ohne komplexe Anpassungen
  • Sofort verbesserte Suchergebnisse
  • Umsatzsteigerung von bis zu 10–33%
  • Alles in einer umfassenden Lösung
  • Professioneller und zuverlässiger Support

Smartstore MegaSearch – Die hochmoderne Suchtechnologie direkt vom Entwickler: Optimieren Sie mit Smartstore MegaSearch das Sucherlebnis in Ihrem Shop und machen Sie das Finden von Produkten für Ihre Kunden zu einem schnellen und erfolgreichen Erlebnis. So ermöglichen Sie es Ihren Besuchern, gezielt zu finden statt zeitaufwendig zu suchen.

Welche Vorteile bietet Ihnen MegaSearch?

Die neue MegaSearch in Smartstore überzeugt durch außergewöhnliche Geschwindigkeit: Selbst bei Millionen von Datensätzen werden Treffer und Vorschläge in Echtzeit und mit höchster Präzision angezeigt. Schon während der Eingabe eines Suchbegriffs erscheint ein Pop-up-Fenster unterhalb der Suchleiste, das relevante Vorschläge und Ergebnisse zur aktuellen Suche präsentiert.


N-Gramm-Suche / Ähnliche Begriffe: Die Funktion „Meinten Sie?“ bietet Vorschläge für Begriffe, die dem Suchbegriff ähneln. 

MegaSearch nutzt die Funktion „Meinten Sie?“, um die Eingabe intelligent zu vervollständigen oder – falls erforderlich – zu korrigieren.


Ist das separate Plug-in „Suchprotokollierung“ installiert, werden basierend auf bisherigen Suchanfragen relevante Top-Suchbegriffe angezeigt.

Zum Abschluss der Suche werden die Ergebnisse übersichtlich nach Herstellern, Marken und Warengruppen gruppiert dargestellt. Mit nur einem Klick lassen sich gezielt relevante Treffer eines bestimmten Herstellers oder einer ausgewählten Warengruppe anzeigen.

Eine leistungsstarke, präzise und intelligente Suchfunktion ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Ihren Onlineshop. Smartstore MegaSearch bietet ein Sucherlebnis, das in Design und Nutzerführung an Amazon erinnert – eine der weltweit erfolgreichsten E-Commerce-Plattformen. Mit dieser fortschrittlichen Suchtechnologie durchsuchen Ihre Kunden den Produktkatalog blitzschnell, finden exakt die gewünschten Artikel und erhöhen damit die Kaufwahrscheinlichkeit erheblich. 

Funktionen von „MegaSearch“:

  • Volltextsuche mit Pop-up-Fenster für Artikel
  • N-Gramm-Suche mit ähnlichen Begriffen: Die intelligente „Meinten Sie?“-Funktion schlägt verwandte Suchbegriffe vor
  • Höchste Performance – geeignet für Millionen von Artikeldaten
  • Kategoriefilter direkt in der Suche nutzbar (siehe Demo-Shop https://smartstore.com/de/demo-shops 
  • Suchergebnisse lassen sich gezielt nach Warengruppen filtern
  • Umfassende Anpassungsmöglichkeiten für Indizes, Analyzer, Abfragen und Filter
  • Effizientes Caching für optimale Geschwindigkeit
  • Automatische Index-Aktualisierung mit individuell einstellbaren Intervallen
  • Erweiterte Suchsyntax mit Rechtschreibkorrektur („Meinten Sie?“), z.B. „Lep-Top“ schlägt „Laptop“ vor
  • Intelligente Autovervollständigung, z. B. „Samsung“ schlägt „Samsung Galaxy S7 Edge“ vor
  • Kategoriebasierte Suche, z. B. „Waschmaschine“ zeigt Produkte im Bereich Haushaltselektronik
  • Markenspezifische Suche, z. B. „Waschmaschine“ schlägt Produkte von Bosch vor
  • Anzeige der beliebtesten Suchbegriffe, z. B. „iphone“ schlägt „iPhone 7 Plus Silber“ vor (erfordert das SearchLog-Plugin)
  • Flexible Sortierung der Suchergebnisse
  • Gezielte Gewichtung von Suchfeldern zur Beeinflussung der Trefferreihenfolge
  • SEO-optimierte URL-Aliase, auch für Filterfunktionen
  • Detaillierte Conversion- und Suchstatistiken durch das Suchprotokollierungs-Plugin
  • Anpassbare Abkürzungslisten zur Erhöhung der Trefferquote, z. B. „36cm“ findet „36 cm“
  • Erweiterbare Synonymlisten für bessere Suchergebnisse, z. B. „Laptop“ findet „Notebook“
  • Unterstützung für zusammengesetzte Wörter („Compound Words“), z. B. „Brille“ findet „Sportsonnenbrillenetui“ (ca. 63.000 vordefinierte Begriffe enthalten)

Zusätzliche Funktionen von „MegaSearch Plus“:

  • Mehrsprachige Unterstützung: Ohne „MegaSearch Plus“ werden nur Texte in der Standardsprache durchsucht
  • MultiStore-Unterstützung: Ohne „MegaSearch Plus“ werden produktspezifische Einschränkungen für verschiedene Shops und Kundengruppen nicht berücksichtigt
  • Erweiterte Facetten-Suche: Spezifikationsattribute und Varianten können für die Suche definiert und zur intelligenten Filterung genutzt werden
  • Attributbasierte Filterung: Ohne „MegaSearch Plus“ ist keine Facettensuche nach Attributen möglich
Enterprise Search:

Skaliert und repliziert Suchindizes auf alle verfügbaren Serverinstanzen und ermöglicht so hochperformante Suchanfragen – auch in Webfarmen. Die Nutzung von „Enterprise Search“ setzt Redis voraus, da nur mit Redis die Webfarm-Option genutzt werden kann. Redis ist in der Smartstore Enterprise Commerce Edition enthalten.

Treffer enthalten alle gesuchten Begriffe:

Standardmäßig werden Suchergebnisse nach der ODER-Logik behandelt, sodass sie mindestens einen der eingegebenen Suchbegriffe enthalten mussten. Dies führte dazu, dass die Anzahl der Treffer mit zunehmender Anzahl an Suchbegriffen größer wurde. Über die MegaSearch-Option „Treffer enthalten alle gesuchten Begriffe“ ändert sich dieses Verhalten grundlegend. Hierbei müssen alle eingegebenen Begriffe im Suchergebnis vorkommen (logische UND-Verknüpfung). Dadurch werden die Suchergebnisse umso präziser und zielgerichteter, je mehr Begriffe eingegeben werden.

Besonders bei großen Datenbeständen mit vielen Treffern ist diese Option hilfreich, weil die Treffern oft den selben Score-Wert erzielen und der Anwebder Mühe hat, die für ihn relevanten Treffer zu finden.

Es ist zu beachten, dass diese neue Option die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Sofortsuche keine Treffer anzeigt, während die reguläre Suchseite dennoch relevante Ergebnisse liefert. Dies kann auftreten, wenn Treffer auf Basis eines Feldes gefunden werden, das aus Performancegründen nicht in der Sofortsuche berücksichtigt wird – beispielsweise die Langbeschreibung.

Ein weiterer Aspekt ist die mögliche Verlangsamung der Facettierung, je mehr Suchbegriffe eingegeben werden. Diese Verzögerung kann bei aktivierter Option stärker spürbar sein.

Weitere Konfigurationsmöglichkeiten:

  • Nicht verfügbare Produkte lassen sich in der Ergebnisliste automatisch weiter nach hinten platzieren.
  • Der für die Wortstammbildung zustämdige Stemmer kann für jede Sprache einzeln festgelegt werden.
  • Wenn die Option „Zusammengesetzte Wörter trennen“ aktiviert ist (Standard), wird sowohl nach dem zusammengesetzten als auch nach den getrennten Wörtern gesucht. Beispiel: Die Suche nach "Kleiderschrank" findet sowohl Produkte mit dem Begriff "Kleiderschrank" als auch Produkte mit "Schrank". Wenn diese Option deaktiviert ist, wird nur nach dem zusammengesetzten Wort gesucht (es gibt weniger Suchtreffer). 
  • Produkten können Keywords zugeordnet werden, um die Suchergebnisse noch gezielter steuern zu können.
  • Keywords können über die Spalte "MegaSearch.Product.Keywords" der Importdatei eines Produktimports importiert werden.
  • Die Preiseinstellungen legen fest, welcher Preis indexiert wird. Das hat Auswirkungen auf die Sortierung und Filterung der Suchtreffer nach Preisen.
  • Vieles mehr...

Praxistipps zur Conversion Optimierung mit Facettensuche und Filternavigation


Unsere Kunden sollen bei der Produktsuche und -auswahl optimal unterstützt werden. Die Filternavigation und Facettensuche in Kombination mit „MegaSearch“ und „MegaSearch Plus“ sind dabei essenzielle interaktive Werkzeuge. Im Folgenden erhalten Sie wertvolle Tipps und praxisnahe Hinweise zur Optimierung der Suchfunktion in Smartstore.

Ab einer bestimmten Sortimentstiefe werden Facettensuche und Filternavigation unverzichtbar, um den Kunden eine gezielte Suche und Produktauswahl zu ermöglichen. Entscheidend ist, dass diese Funktionen echten Mehrwert bieten, indem sie die Auswahl erleichtern, statt sie durch überflüssige Elemente zu verkomplizieren.

Das Ziel ist klar: Die Navigationshilfe soll die Produktauswahl intelligent eingrenzen, Kunden gezielt zu den relevanten Produkten führen und präzise Suchergebnisse liefern.

Hintergrundinformationen:

Was ist der Unterschied zwischen Filternavigation, Facettensuche (Facetted Search) und Unternavigation (Drilldown)?


Entwicklung eines Visualisierungs- und Interaktionskonzepts basierend auf einer Facettenklassifikation der TU Dresden. (Christian Röpke, Belegarbeit vom 15.06.2011) Studie zur Facettenklassifikation der TU Dresden
Diese drei Navigationsarten werden häufig auf Kategorieseiten in Produktübersichten eingesetzt. Dabei muss nicht ausschließlich eine einzelne Methode verwendet werden – auch eine Kombination kann sinnvoll sein. Während die Unternavigation meist in der linken Spalte platziert ist, befinden sich Filternavigation und Facettensuche häufig oberhalb der Produkte oder unter der Unternavigation auf der linken Seite. Eine Anordnung am rechten Bildschirmrand ist nicht empfehlenswert, da dies für Nutzer ungewohnt sein könnte.

Die Facettensuche ermöglicht es, eine Auswahl anhand verschiedener Merkmale, Eigenschaften oder Werte einzuschränken. Dabei erfolgt die Filterung schrittweise und parallel, basierend auf dem sogenannten Flamenco-Modell.


Klassische Filternavigation oder Facettensuche?

Die klassische Filternavigation erlaubt es, Ergebnisse nach bestimmten Eigenschaften einzuschränken. Diese Einschränkungen basieren jedoch jeweils nur auf einer einzigen Dimension und können daher nicht gleichzeitig kombiniert werden. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird die Facettensuche heute häufig mit der Filternavigation gleichgesetzt.

Unternavigation

Die Unternavigation (englisch: „drilldown“) ist eine Filtermethode, bei der eine Einschränkung anhand eines festen Kriteriums erfolgt, das nicht mit anderen kombiniert werden kann. Diese Methode wird häufig für Unterkategorien verwendet. Sie führt den Nutzer schrittweise in einer Baumstruktur zur gewünschten Detailtiefe.

Wann sollte die Unternavigation genutzt werden und wann ist eine Facettensuche empfehlenswert? Dies hängt vom jeweiligen Anwendungskontext ab. Ein Kunde sollte beispielsweise die Möglichkeit haben, nicht nur eine einzelne Marke („drilldown“), sondern auch mehrere Marken gleichzeitig auszuwählen („Mehrfachauswahl“).



Die Art der Navigation beeinflusst nicht nur die Produktauswahl, sondern auch technische Aspekte wie die Suchmaschinenfreundlichkeit. Eine Unternavigation führt häufig zu einem Seitenwechsel, bei dem sich eine eigenständige URL öffnet. Dadurch kann es bei identischen Produkten zu „Duplicate Content“ kommen – allerdings gibt es Maßnahmen, um dies zu vermeiden. Wird die Filternavigation oder Facettensuche optimal eingesetzt, besteht dieses Risiko nicht. 

    Welche Navigation eignet sich für welche Sortimente und ab welcher Sortimentsgröße?

    Ist das Sortiment überschaubar und ermöglicht es den Kunden, sich ohne zusätzliche Einschränkungen einen guten Überblick über die Produkte zu verschaffen, ist eine Filter- oder Facettensuche meist nicht erforderlich. Vielmehr könnte sie die Produktauswahl und Benutzerfreundlichkeit unnötig einschränken. Eine Orientierungsgröße könnte beispielsweise eine Produktkategorie mit mehr als 50 Artikeln sein – oder wenn Nutzer mehrere Seiten durchblättern müssen, um Produkte zu vergleichen.

    Bei Sortimenten, deren Produkte auf mehreren Dimensionen basieren und eine kritische Menge überschreiten, sollte eine Facettensuche oder Filternavigation eingesetzt werden. So können Kunden gezielt Produkte anhand spezifischer Merkmale einschränken.

    Zwei Beispiele für solche Sortimente:

        • Mode: Neben dem Produkttyp spielen hier auch Größe, Farbe, Material und Preis eine Rolle.
        • Elektronik: Hier gibt es zahlreiche Attribute wie Funktionsumfang oder Preis, die Nutzer gezielt filtern sollten.
        Wie sollte eine Filternavigation bzw. Facettensuche aufgebaut sein?

        Bei der Planung sind vier zentrale Aspekte zu berücksichtigen:

        Struktur und Inhalt

        Die entscheidende Frage lautet: Welche Attribute sind sinnvoll?

        Es gibt verschiedene Ansätze zur Bestimmung relevanter Attribute. Kundenbefragungen, die Einbindung von Produktmanagern, die Analyse mentaler Modelle oder praxisnahe Anwendungsfälle (z. B. mittels Personas) können hierbei wertvolle Erkenntnisse liefern. Entscheidend ist, die Perspektive der Kunden einzunehmen und deren Denk- sowie Ordnungsstruktur zu berücksichtigen.

        Ähnlich wie bei Mega-Dropdowns (MegaMenus) sind bestimmte Aspekte bei der inhaltlichen Strukturierung von Filteroptionen essenziell:

        • Gruppierung: Sinnvolle Zusammenfassung verwandter Eigenschaften.
        • Reihenfolge: Anordnung der Attribute entsprechend der Nutzererwartungen unter Berücksichtigung bestehender Ordnungsstrukturen.
        • Balance: Gruppen sollten weder zu klein noch zu groß sein, da eine übermäßige Anzahl an Filteroptionen schnell unübersichtlich und abschreckend wirken kann.
        • Redundanz: Vermeidung unnötiger Wiederholungen bei Gruppierungen oder Eigenschaften.

        Um die Balance auch bei vielen Filteroptionen zu wahren, empfiehlt es sich, maximal fünf bis zehn Optionen auf einmal darzustellen. Zusätzliche Optionen lassen sich über ein „Mehr“-Element einblenden. Ebenso kann das Ausblenden weniger relevanter Filtergruppen zur Übersichtlichkeit beitragen. In diesem Fall sollte jedoch mindestens die erste Filtergruppe standardmäßig ausgeklappt sein, damit Nutzer die Funktionsweise und die Verfügbarkeit weiterer Filter erkennen.

        Aus technischer Sicht müssen die Attribute mit den Produkten verknüpft werden können, um eine strukturierte und zielführende Anreicherung der Datenbank mit relevanten Produkteigenschaften zu ermöglichen.

        Art und Positionierung

        Wo sollte die Filterfunktion platziert werden? Eine allgemeine Antwort darauf gibt es nicht, allerdings hat sich die Platzierung auf der linken Seite als besonders nutzerfreundlich erwiesen, da sie den Erwartungen der meisten Nutzer entspricht. Eine Platzierung oberhalb der Ergebnisse ist eine alternative Möglichkeit, die durch entsprechende Gestaltung besonders auffällig sein kann – insbesondere, da auf der linken Seite häufig eine Unternavigation erwartet wird. Denkbar ist auch eine Kombination beider Varianten, solange keine unnötigen Doppelungen entstehen. Eine Positionierung auf der rechten Seite hingegen ist im deutschsprachigen Raum eher unüblich.


        Eine Platzierung der Facettensuche im oberen Bereich könnte problematisch sein, wenn die Anzahl der möglichen Eigenschaften eine kritische Masse überschreitet. In diesem Fall besteht die Gefahr, dass die Facettensuche zu groß wird und dadurch nicht mehr alle Produkte sichtbar sind. Dieses Problem kann jedoch durch den Einsatz dynamischer Elemente, wie zum Beispiel Navigationselemente zum Ein- und Ausklappen („mehr / weniger anzeigen“), bis zu einem gewissen Grad ausgeglichen werden.

        Layout, Gestaltung und Eingabefelder

        Bei Layout und Design spielt die optische Trennung eine entscheidende Rolle – ähnlich wie bei Dropdown-Menüs. Wichtig ist, dass die Filternavigation oder Facettensuche klar von einer eventuell vorhandenen Unternavigation abgegrenzt wird.

        Ebenso sollten gruppierte Eigenschaften deutlich voneinander getrennt sein, um das schnelle und intuitive Erfassen dieser Gruppen zu erleichtern („Scannability“). Der Titel einer Filtergruppe sollte sich zudem klar von den dazugehörigen Filtereigenschaften unterscheiden.

        Für die Gestaltung gilt, wie so oft in diesem Kontext: Weniger ist mehr. Kunden sollten auf bekannte und vertraute Mechanismen zurückgreifen können. Ein Beispiel hierfür ist die Nutzung von Checkboxen anstelle individuell gestalteter Elemente mit ungewohnten Zustandsdarstellungen.

        Zwei positive Beispiele für gelungene Gestaltungselemente:

        • Farbauswahl-Elemente, bei denen die Farben bereits in der Darstellung erkennbar sind.
        • Schieberegler mit einer klaren Skala und gut sichtbaren Pfeilen als Steuer- bzw. Markierungselemente.


        Beim zweiten Beispiel ist der Kontext und der jeweilige Einsatzbereich entscheidend. Soll der Regler in einer besonders niedrigen oder breiten Skala verwendet werden, könnten zwei Eingabefelder für den Nutzer möglicherweise praktischer sein. Dies sollte von Fall zu Fall geprüft und idealerweise durch Nutzertests validiert werden.

        Wortwahl

        Die Wortwahl ist für den Erfolg der Filternavigation bzw. Facettensuche essenziell. Je größer das Sortiment, desto intuitiver und selbsterklärender sollte die Navigation gestaltet sein.

        Dabei gelten – analog zur Optimierung von Mega-Dropdowns (Mega Menu) – die grundlegenden Prinzipien des Webtextens („writing for the web“):

        • Der Begriff mit der höchsten Aussagekraft sollte stets an erster Stelle stehen, um die Lesbarkeit und Erfassbarkeit („scannability“) zu optimieren.
        • Kurze und präzise Grundformen wie „Farbe“ sind in diesem Zusammenhang meist besser geeignet als Verlaufsformen oder Handlungsaufforderungen wie „Farben auswählen“.
        • Bezeichnungen müssen klar unterscheidbar und verständlich sein. Begriffe wie „Filter löschen“ sind eindeutiger als Alternativen wie „Filter zurücksetzen“, „Filter ändern“ oder „Filter aufheben“, da sie Verwirrung beim Nutzer vermeiden.

        Wie sollte sich die Facettensuche bzw. Filternavigation verhalten?

        Die User Experience spielt auch bei der Navigation eine entscheidende Rolle. Dennoch wird diesem Aspekt oft zu wenig Beachtung geschenkt, insbesondere im Hinblick auf den „Joy of Use“ dieser Funktionen.

        Für eine gelungene User Experience sollten folgende vier Aspekte berücksichtigt werden:

        Geschwindigkeit

        Geschwindigkeit ist durch nichts zu ersetzen – außer durch noch höhere Geschwindigkeit!

        Darin steckt viel Wahrheit. Allerdings sollte man diesen Grundsatz nicht zu wörtlich nehmen. Entscheidend ist, dass das System dem Nutzer vermittelt, dass die Reaktion der Webseite unmittelbar auf seine Aktion zurückzuführen ist – ganz nach dem Prinzip: „Aktion und Reaktion“.

        Fehlt diese direkte Rückmeldung, kann schnell der Eindruck eines Kontrollverlusts entstehen.

        Die Geschwindigkeit der Darstellung und Reaktion eines Interfaces hat daher erheblichen Einfluss auf die Benutzererfahrung und die Conversion-Rate. Dies wird durch zahlreiche Studien und Nutzerbefragungen bestätigt.

        Wie lässt sich eine hohe Geschwindigkeit erreichen?

        Eine vollständige Antwort auf diese Frage würde den Rahmen sprengen. Grundsätzlich haben jedoch zwei wesentliche systembedingte Faktoren Einfluss auf die Performance einer Facettensuche, Filterung, Unternavigation und des gesamten Shopsystems:

        Backend: Dazu gehören unter anderem die Datenbank, der Server, Caching-Mechanismen und die Systemarchitektur.

        Frontend: Hier spielen Elemente wie Grafiken, die Dokumentenstruktur, JavaScript, CSS und Caching eine zentrale Rolle.

        Sind diese technischen Grundlagen optimiert, gibt es weitere Maßnahmen zur Leistungssteigerung:

        Animationen und der Umgang mit Inhalten – Laden, Timing, Übergänge und Ausblendungen

        Nachdem nun sämtliche bekannten Buzzwords ins Spiel gebracht wurden: Wie beeinflussen diese das Navigationsverhalten und die User Experience?

        Zwei entscheidende Aspekte einer guten User Experience sind zum einen die gezielte Nutzerführung und zum anderen die Ausstattung von Steuerelementen mit einer gewissen Haptik („Greifbarkeit“):

        „Die Bedienung soll intuitiv sein und Spaß machen.“

        Änderungen auf der Seite sollten stets in direktem Zusammenhang mit einer Nutzeraktion stehen und nicht zufällig, sondern gezielt und kontrolliert erfolgen.

        Anders gesagt: Sobald ein Nutzer einen Filter setzt oder entfernt, sollte das System durch das gezielte Ein- oder Ausblenden von Produkten darauf reagieren.




        Damit die Animationen nicht hektisch oder ruckartig wirken, sollten Änderungen für den Kunden harmonisch dargestellt werden. Die folgenden Beispiele veranschaulichen geeignete Animationen für diesen Kontext:

        Produkte sanft ein- und ausblenden

        Das Ausblenden sollte etwas schneller erfolgen als das Einblenden. Erfahrungswerte zeigen, dass 450 ms für das Einblenden und 250 ms für das Ausblenden optimal sind.

        Scroll-Effekt für das Erweitern oder Reduzieren

        Beim Auf- oder Zuklappen von Filtergruppen empfiehlt sich ein Scroll-Effekt zur besseren Sichtbarkeit. Eine passende Übergangsfunktion, wie beispielsweise EaseOutBack oder EaseOutQuad, sorgt für eine flüssige Darstellung.

        Schieberegler und Alternativen

        Schieberegler sollten sich intuitiv per Drag & Drop entlang der Skala verschieben lassen. Idealerweise zeigen Eingabefelder die aktuellen Werte in Echtzeit an. Umgekehrt sollten diese Felder auch Eingaben ermöglichen, die den Schieberegler entsprechend aktualisieren. Übergangseffekte verbessern hier zusätzlich die Benutzererfahrung.



        Gezielte Nutzerführung

        Durch das bewusste und priorisierte Einblenden von Inhalten kann der Blick der Nutzer auf wesentliche Elemente gelenkt und somit der Fokus gezielt beeinflusst werden.

        Dabei werden die Produkte zunächst vollständig ausgeblendet und anschließend sortiert wieder eingeblendet. Allerdings entstehen dadurch teilweise längere Leerstellen, die nicht mit einer Ladeanimation überbrückt wurden.

        Wichtige Grundlage: Hochwertige Produktdaten als Treibstoff für Smartstore

        Neben einer ausgereiften Funktionalität benötigt eine leistungsfähige Produktsuche in Smartstore qualitativ hochwertige Produktdaten. Diese bilden die Grundlage für eine präzise und effiziente Suche, die den Erwartungen der Käufer gerecht wird. Um optimale Suchergebnisse – auch bei komplexen Anfragen – zu gewährleisten, empfehlen wir unseren Kunden, ihre Produktdaten professionell aufzubereiten. Dies ist als „Product Data Quality Management“ bekannt.

        Weitere Informationen zum Thema „Suche finden” finden Sie hier: MegaSearch Dokumentation & Wie konfiguriere ich die Shop-Suche mit Smartstore MegaSearch?

        Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Oder möchten Sie uns Ihr Feedback senden? Dann erreichen Sie uns über das Kontaktformular, per E-Mail an info@smartstore.com oder telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 10 und 16 Uhr unter der Nummer +4923153350.