Gastbeitrag: Was ist eigentlich die visuelle Suche?
Montag, 28. März 2022

Gastbeitrag: Was ist eigentlich die visuelle Suche?

Die visuelle Suche ist das Update für die Textsuche: die Suchanfrage ist kein Text, sondern besteht aus einem Bild. Die Antwort: Welches sind die ähnlichsten Produkte oder Daten in meiner Datenbank?

Nutzer können ein Bild eines Produkts oder Objekts machen und es über eine App, einen Bot, eine Website oder ein anderes Tool in eine visuelle Suchmaschine hochladen und erhalten genaue Informationen darüber oder Empfehlungen, die auf Ähnlichkeit und Stil basieren.

So funktioniert visuelles Suchen im Detail

Das angeforderte Bild wird an eine visuelle Suchmaschine gesendet. Wie bei jeder Textsuchmaschine sucht die visuelle Suchmaschine in einem bestimmten Datensatz (dem Suchindex) nach ähnlichen Produkten oder Daten und gibt diese nach Ähnlichkeit geordnet zurück.

Wenn der visuelle Suchindex nur aus zwei Produkten besteht, z. B. einem Auto und einem Hund, wird eine Suchanfrage mit einem beliebigen Auto im Anfragebild das Auto als wahrscheinlichstes Ergebnis liefern, da es keine anderen ähnlichen Optionen im Suchindex gibt.

  • Die visuelle Suche ist nicht dasselbe wie die Bildklassifizierung. Letztere versucht, die allgemeine Klasse wie Stuhl, Tisch oder Auto für ein Objekt in einem Bild zu finden. Die visuelle Suche hingegen benötigt keine Kennzeichnung, um ein Objekt korrekt zu klassifizieren, sondern muss das visuell ähnlichste Objekt in Ihren Daten finden.
  • Darüber hinaus ist die visuelle Suchtechnologie nicht auf das Auffinden visueller Ähnlichkeiten beschränkt, sondern kann mit unterstützenden Technologien wie OCR (Texterkennung, engl. Optical Character Recognition) verwendet werden, um schnell zusätzliche Informationen aus einem Bild zu extrahieren und die von der visuellen Suchmaschine gelieferten Ergebnisse zu verbessern.

Der Aufschwung der visuellen Suche wird durch die Fortschritte in der Computer-Vision vorangetrieben, insbesondere auf dem Gebiet des Deep Learning und der neuronalen Netze.

Darüber hinaus ist es dank der neuesten Entwicklungen von In-Memory-Datenbanken und Indizierungstechnologien möglich, innerhalb von Millisekunden Millionen oder sogar Milliarden von Objekten oder Bildern zu durchsuchen.

Technische und organisatorische Implikationen einer guten Suche

Der Grund für die begrenzten textbasierten Suchfunktionen ist nicht der Mangel an ausgereifter Technologie, sondern die allgemeine Herausforderung, ausreichende und konsistente Metadaten für digitale Bestände bereitzustellen und zu pflegen. Die manuelle Verschlagwortung ist oft noch Realität.

Auch die textbasierte Suche ist aufgrund der Mehrdeutigkeit der natürlichen Sprache eine harte Nuss, die es zu knacken gilt.

Organisationen müssen gemeinsame Vokabulare definieren und deren Verwendung sicherstellen. Externe Stakeholder und Verbraucher werden jedoch dazu neigen, sich an ihre eigene Sprache zu halten. Die Sprachsuche macht die Suche nicht einfacher, da die gesprochene Sprache auch in Text umgewandelt werden muss. Die visuelle Suche hilft, diese Hindernisse zu überwinden.

Das Bild eines Stuhls bedeutet in jeder Sprache dasselbe. Außerdem ist es entgegen der landläufigen Meinung bei der visuellen Suche nicht erforderlich, Bilder mit bestimmten Tags oder Klassen zu versehen. Dies ist ein häufig verwendeter, aber falscher Ansatz.

Moderne, hochpräzise visuelle Suchmaschinen konvertieren ein Bild nicht in eine einzige Klasse oder in Tags, die für einen Menschen verständlich sind. Der ganze Vorteil der visuellen Informationen würde verloren gehen, wenn man versucht, die visuelle Suche in ein Text-Suchmuster zu zwingen.

Die visuelle Suche steckt noch in den Kinderschuhen, aber sie entwickelt sich schnell.

Die visuelle Suche ist technologisch fortgeschritten und birgt ein großes Geschäftspotenzial. Globale Marken haben die visuelle Suche schnell in ihre digitalen Strategien aufgenommen. In einigen Branchen waren die Anwendungsfälle von Anfang an offensichtlich. Andere Branchen könnten ebenfalls von der visuellen Suche profitieren, haben sie aber noch nicht ganz oben auf ihrer Prioritätenliste.

Was die Einführung der visuellen Suche betrifft, so lassen sich die Unternehmen immer noch in Innovatoren und Early Adopters einteilen. Da die Technologie erschwinglich ist und keine groß angelegten Implementierungsprojekte erfordert, ist in den kommenden Jahren mit einer allgemeinen Einführung zu rechnen.

Evaluierung eines Anbieters für visuelle Suche

Quelle: Nyris


Die Implementierung der visuellen Suche ist ein unkompliziertes Technologieprojekt, wenn Sie mit einem spezialisierten Anbieter für visuelle Suche zusammenarbeiten. Ein Test kann innerhalb eines Tages eingerichtet werden, ohne dass eine Integration erforderlich ist. Dies ist eine schnelle und bequeme Möglichkeit zu prüfen, ob die visuelle Suchtechnologie Ihren Kunden Vorteile bringt.

Die interne Entwicklung der visuellen Suche ist ebenfalls möglich, aber teuer. Sie erfordert ein Team engagierter Deep-Learning-Experten, die Ihre Modelle trainieren und pflegen und sich über die aktuellen wissenschaftlichen Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Darüber hinaus sind Backend-Ingenieure erforderlich, um Ihren visuellen Suchindex und die KI-Modelle in großem Umfang zu erstellen, zu pflegen und bereitzustellen. Die Kosten können sich leicht auf einen hohen 7-stelligen Betrag belaufen, um die erste Lösung in Produktion zu bringen.

Hier sind sechs Dinge, die Sie bei der Auswahl eines Anbieters für die visuelle Suche beachten sollten:

  • Technologische Führerschaft - Die Technologie der visuellen Suche entwickelt sich schnell. Achten Sie darauf, dass Ihr Technologiepartner neue Algorithmen integriert und seine IT-Architektur ständig anpasst. Eine hohe Beteiligung an F&E-Aktivitäten und regelmäßige Updates sind ein guter Indikator. Wir empfehlen dringend, verschiedene Lösungen zu testen, bevor Sie eine endgültige Entscheidung treffen. Für einen Test ist es wichtig, bei allen Anbietern die gleichen Testdaten und exakt die gleichen Anforderungsbilder zu verwenden.
  • Methodik - Die Implementierung der visuellen Suche und ihre Entwicklung zu einer wertvollen und häufig genutzten Funktion kann einfach sein, wenn Ihr Technologieanbieter eine umfassende Methodik verfolgt. Informieren Sie sich im Vorfeld über die von Ihrer Seite geforderten Anstrengungen. Informieren Sie sich über die Arbeitsteilung in einer laufenden Zusammenarbeit.
  • Datenschutz - Heutzutage ist das Bewusstsein der Nutzer für den Schutz der Privatsphäre weit entwickelt und die Erwartungen an die Datensicherheit sind hoch. Mit Ihrer App für die visuelle Suche sammeln Sie nutzergenerierte Bilder, die Ihr Technologiepartner zur Verbesserung der angewandten maschinellen Lernalgorithmen wiederverwendet. Stellen Sie sicher, dass Sie genügend überzeugende Datenschutzoptionen für Ihre Kunden anbieten. Die Nutzer sollten in der Lage sein, manuelle Einstellungen leicht selbst zu wählen. Zumindest sollten folgende Optionen zur Verfügung stehen: Löschen der Bilder unmittelbar nach der Extraktion der Metadaten und automatisches Löschen von Nutzerdaten wie Geolocation, Betriebssystem und IP-Adresse.
  • Preismodell - Aufgrund des technologischen Fortschritts sind die Kosten für die visuelle Suche in den letzten Jahren erheblich gesunken. Die meisten Anbieter rechnen pro Anfrage ab, wobei die Preise von 25 Cent bis zu einem Bruchteil eines Cents pro Anfrage reichen können. Achten Sie darauf, den Gesamtpreis für die Implementierung zu vergleichen, auch im Hinblick auf die inbegriffenen Dienstleistungen und die Gesamtkosten, wenn Ihre Suchanfragen anlaufen.
  • Sicherstellung der Akzeptanz - Die visuelle Suche kann leicht implementiert werden, aber es braucht mehr als das, um sie zu einer allgemein akzeptierten Funktion zu machen, die wirklich einen Mehrwert bietet. Die Funktionalität muss gut in die Benutzeroberfläche integriert sein, und die Unternehmen müssen den Nutzern Anreize bieten, sie auszuprobieren. Es ist eine Lernkurve, um die visuelle Suche als nützliche Erweiterung zu erkennen. Die Unternehmen müssen für diese zusätzliche Suchfunktion werben. Wenn Sie sich entschließen, Ihre Customer Experience um die visuelle Suche zu erweitern, sollten Sie nicht nur die technischen Aspekte berücksichtigen, sondern sich auch fragen, was Ihre Nutzer mit dieser Funktion erreichen können, und Ihre Einführungskommunikation entsprechend planen. Die Nutzung der visuellen Suche wird sich weiterentwickeln. Unternehmen, die sich darauf konzentrieren, psychologische Erkenntnisse zu gewinnen und diese in ihr Angebot einzubeziehen, werden einen Wettbewerbsvorteil erlangen.

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Die textbasierte Suche ist eine Quelle kostspieliger Reibungsverluste – insbesondere für Unternehmen, die Produkte, Bauteile oder andere Elemente verwalten, die für den Erfolg von Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitern wichtig sind.

nyris ist eine visuelle Suchplattform, die Menschen eine natürlichere Art und Weise bietet, das zu finden, wonach sie suchen. Mit nyris können Unternehmen aller Branchen einen finanziellen Mehrwert erzielen und gleichzeitig die Art und Weise verbessern, wie Menschen Dinge finden, entdecken und erledigen. Die Technologie von nyris ist in wenigen Minuten einsatzbereit und so konzipiert und entwickelt, dass sie jede Suchherausforderung bewältigen kann.

Mit Sitz in Berlin und Düsseldorf betreut nyris führende Unternehmen aus den Bereichen Einzelhandel und E-Commerce, Industrie und Fertigung, Medien und Unterhaltung sowie Finanzdienstleistungen. nyris betreut Kunden in 50 Ländern und auf allen Kontinenten. Zu den Investoren von nyris gehören eCapital und Axel Springer, die von angesehenen Veteranen der Technologiebranche geführt werden.

Die visuelle Suchplattform von nyris bietet branchenführende Leistung bei den wichtigsten Kriterien: Genauigkeit, Geschwindigkeit, Skalierbarkeit, Datenschutz und Sicherheit. nyris beschleunigt außerdem die Time-to-Value durch einfache Integration und Anpassung sowie durch Support und wettbewerbsfähige Preise.


Kontakt:

Nyris GmbH
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Fon: +49 151 688 68 183
E-Mail: l.limbach@nyris.io

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