Retail im Non-Food-Bereich: Kundenzentrierung, Omnichannel-Prozesse und Smart Checkout

Der stationäre Non-Food-Einzelhandel verändert sich rasant: Kunden erwarten nicht nur Produkte, sondern ein nahtloses Einkaufserlebnis, das weit über den klassischen Kaufprozess hinausgeht und sowohl Service, Inspiration als auch personalisierte Angebote umfasst. Dieses Erlebnis soll digital und physisch verschmelzen, sodass Händler flexible, moderne Konzepte bieten müssen, die den steigenden Ansprüchen gerecht werden und gleichzeitig neue Zielgruppen ansprechen.

Moderne Technologien greifen tief in die Customer Journey ein, insbesondere im Mode- und Spezialhandel.


Kundenerwartungen: Nahtlose Verzahnung von Online und Offline

Im heutigen Non-Food-Retail stehen Kunden im Mittelpunkt einer durchgängigen Omnichannel-Strategie, bei der Online- und Offline-Touchpoints ineinandergreifen. Dadurch entsteht ein nahtloses Einkaufserlebnis, bei dem Kunden flexibel zwischen digitalen Angeboten und stationären Services wechseln können, ohne Informationen oder Komfort zu verlieren.

Unternehmen profitieren dabei von erhöhter Markenbindung, effizienteren Prozessen und der Möglichkeit, das Kaufverhalten über sämtliche Kanäle hinweg besser zu verstehen.

  • Click & Collect: Online bestellen, im Store abholen, umtauschen oder zurückgeben – inklusive direkter Rückerstattung
  • Click & Delivery: Heimlieferung für sperrige oder hochpreisige Produkte
  • Click & Meet: Persönliche Beratung per Termin, häufig unterstützt durch digitale Tools

Diese Workflows sind heute Standard, besonders im Mode-, Elektronik- und Sporthandel, und reduzieren Kaufbarrieren effektiv.


Self-Checkout im Non-Food-Retail

Klassische Self-Checkout-Kassen

Self-Checkout-Kassen ermöglichen das selbstständige Scannen von Barcodes und das Bezahlen ohne Personal. Sie verringern Wartezeiten und verbessern das Einkaufserlebnis. Zusätzlich entlasten sie das Personal und bieten Kunden mehr Flexibilität während des Einkaufs.

RFID-gestützte Systeme

In Formaten wie großen Einzelhandelsketten, darunter Decathlon oder Modehäuser wie Zara, kommt zunehmend moderne RFID-Technologie zum Einsatz. Sie beschleunigt den Checkout-Prozess, verbessert Inventurabläufe und optimiert Logistikprozesse.

  • Gleichzeitiges Erfassen mehrerer Artikel
  • Schnellere und intuitivere Bezahlung
  • Echtzeit-Bestandsdaten

Die Technik eignet sich besonders für Non-Food-Sortimente mit vielen Artikeln.

Mobile Scan & Go und Smart Carts

Retailer setzen verstärkt auf mobile Lösungen, um Kunden mehr Flexibilität zu bieten, Transaktionen schneller abzuwickeln und Service direkt am Verkaufsregal zu ermöglichen. Moderne mobile Endgeräte erlauben intuitive Bedienung, unterstützen verschiedene Zahlungsmethoden und integrieren sich nahtlos in bestehende Kassensysteme.

Beide Varianten beschleunigen den Einkauf und reduzieren persönliche Interaktion.


Smart Shelf Labels (ESL) & dynamische Preisgestaltung

Digitale Preisschilder (Electronic Shelf Labels) gewinnen im Retail an Bedeutung, da sie effiziente und dynamische Preisgestaltung ermöglichen. Sie reduzieren manuellen Aufwand, steigern Informationsaktualität und unterstützen Omnichannel-Strategien.

  • Echtzeit-Preisaktualisierungen
  • Gezielte Steuerung lokaler Promotions
  • Dynamisches Pricing basierend auf Nachfrage und Wettbewerb

Dies erhöht die Preistransparenz und optimiert Preisstrategien.


Packstationen und Abholstationen

Pack- und Abholstationen sind ein zentraler Bestandteil moderner Retail-Logistik. Sie ermöglichen flexible, zeitunabhängige Abholung und Rückgabe von Bestellungen, entlasten Filialen und verbessern die Effizienz der Lieferkette.

  • Unterstützen Click & Collect und Click & Delivery
  • Kunden können Lieferungen und Retouren kontaktlos abwickeln
  • Verbessern die Customer Experience durch mehr Flexibilität

Herausforderungen und Prozesse im Modehandel

Der Modehandel hat besondere organisatorische Anforderungen, die eine präzise Sortimentsplanung, saisonales Einkaufsmanagement, effiziente Lagerlogistik sowie flexible Verkaufsprozesse erfordern.

  • Retourenmanagement: Rückgaben müssen unkompliziert und schnell möglich sein
  • Filialübergreifende Produktfusion: Mitarbeitende können Artikel anderer Filialen digital finden und bestellen

Diese Prozesse sind komplexer als im Lebensmittelhandel und benötigen ausgefeilte Workflows.


Fazit

Der Non-Food-Handel setzt zunehmend auf innovative Konzepte, um Kundenbedürfnisse präziser zu erfüllen. Durch kundenzentrierte Omnichannel-Prozesse, moderne Checkout-Technologien wie RFID, Mobile Scan & Go und Smart Carts sowie datengetriebene Services steigern Händler Effizienz und Einkaufserlebnis.

Retailer, die diese Technologien konsequent in der gesamten Customer Journey integrieren, stärken ihre Wettbewerbsfähigkeit und Markenloyalität nachhaltig.

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